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5. Januar 2024
Liebe Leserin, lieber Leser!

An den Fronten der Wirtschaftspolitik offenbaren sich die Spannungen zwischen traditionellen Industrien und innovativen Technologien, aktuell deutlich sichtbar im Zusammenhang mit der Elektromobilität. Der in Deutschland politisch hysterisch ersehnte und deshalb abrupt betriebene Übergang zu Elektrofahrzeugen stellt nicht nur ökonomische Werte und Normen in Frage, sondern zieht selbst sakrosankte Begriffe grüner Ideologie ins Zwielicht, hier vor allem die Wunderwaffe grüner Rhetorik: „Nachhaltigkeit“.
 
In Sachen Effizienz von eingesetztem Produktionsaufwand, Ressourcenverbrauch, Nutzungszyklen und Wiederverwertbarkeit lässt sich der Anspruch an „Nachhaltigkeit“ bei Elektrofahrzeugen einfach nicht darstellen. Globale Handelsdynamiken verschärfen die Situation noch. Im Geflecht realer Bedingungen wird Elektromobilität eigentlich zur Farce grünen Wunschdenkens und letztlich zum Trauma für deutsche Automobilkonzerne.
 
Längst steht die Entwicklung symbolisch für den breiten Wandel in der Industrie, wo alte Paradigmen auf neue, disruptive Geschäftsmodelle treffen. Dabei wird auch deutlich, dass lokale Entscheidungen und Vorschriften weitreichende Auswirkungen auf den globalen Markt haben können und dass international agierende Unternehmen in einem komplexen Geflecht aus lokalen und globalen Interessen schnell an ihre Grenzen stoßen. Siehe VW in jüngster Zeit.
 
Die Kampagne von Volkswagen, neu produzierte Elektroautos aus China in Deutschland vernichten zu lassen, zeigt, welche Konfliktpotentiale zwischen globaler Marktstrategie und lokalen Geschäftsinteressen lauern. Im Zentrum des aktuellen „Nachhaltigkeitsskandals“ steht der deutsche Unternehmer Gregory Brudny, der versuchte, VW-Elektrofahrzeuge aus chinesischer Produktion auf dem deutschen Markt zu günstigeren Preisen anzubieten, was die Preispolitik und das Markenimage des VW-Konzerns enorm „herausforderte“.
 
Treppenwitz politischer Anmaßung
 
Wenn politische Zielkorridore freies Unternehmertum zum Nachteil der Verbraucher unterbinden, können die Unternehmen als verlängerter Arm der Ideologie nicht mehr (ökonomisch) gewinnen. Das ist das Gegenteil von freiem Markt. So werden „nachhaltige“ Technologien zum Treppenwitz politischer Anmaßung, in der die Bewahrung etablierter Marktpositionen in gleichzeitiger Abhängigkeit ideologischen Erfüllungspflichten für die Unternehmen unmöglich gemacht wird.
 
An den Fronten der Wirtschaftspolitik offenbaren sich auch die Spannungen zwischen westlichen Moralvorstellungen und den finanziellen Interessen, die diese Moralvorstellungen ebenso torpedieren. Die Beziehungen des Wüstenstaats Katar zu Deutschland sind ethisch und moralisch ein unübersehbarer Störfaktor. Insbesondere im Zusammenhang von Investitionen des Emirats in deutsche Unternehmen stellt sich die Frage, ob jegliche Compliance (Regelkonformität) oder der sogenannte „Code of Conduct“ (Verhaltenskodex) der betroffenen Unternehmen mit den gesellschaftlichen Realitäten in Katar konform gehen. Das Emirat hält 17 Prozent der Anteile am VW-Konzern.
 
Der Emir von Katar, Tamim bin Hamad Al-Thani ist eine Schlüsselfigur, der das Land in Bereichen wie Erdgas, Bankwesen und Bildung international schlau positioniert. Trotz des Reichtums des Landes leben viele Gastarbeiter dort unter unwürdigen Bedingungen, die Scharia ist eine Hauptquelle der Gesetzgebung. Das alles ginge Deutschland wenig an, wenn es nicht eine Herzensangelegenheit deutscher Politiker wäre, überall in der Welt auf Missstände hinzuweisen, als ob man im Hintergrund mit solchen Staaten keine Geschäfte machte.
 
Die Schattenseiten deutscher Wirtschaft- und Außenpolitik
 
Ein äußerst kritischer Punkt ist vor allem Katars Unterstützung für Organisationen wie die Taliban, die Muslimbruderschaft und die Hamas. Welches Verhältnis das Emirat zum islamischen Extremismus pflegt, müsste ein deutsches Interesse sein. Katar unterhält gute Beziehungen zum Westen und Deutschland macht gute Miene zu Katars Doppelmoral. Oder unser Land verhält sich einfach opportunistisch und pflegt selbst eine ausgemachte Doppelmoral unter Billigung von Extremismus. So oder so gesehen: Wer mit viel Geld zu uns kommt, darf auch mal Extremisten und Terroristen unterstützen.
 
Die Investitionen Katars in deutsche Großkonzerne wie die Deutsche Bank, Volkswagen und RWE werden heute zumindest von Teilen der Öffentlichkeit hinterfragt, da das Land gegen Grundsätze wie Menschenrechte und Meinungsfreiheit verstößt, die von den deutschen Unternehmen nach eigenem Bekunden eigentlich klar vertreten werden. Jedoch verschwinden die Regelkonformität und der Verhaltenskodex in der Schublade, wenn der Emir als Investor auftritt.
 
Wie Katar seinen Einfluss durch strategische Investitionen weiter ausbauen will, insbesondere auch über den Fernsehsender Al-Jazeera, ist ein Thema, das die Schattenseiten deutscher Wirtschaft- und Außenpolitik und ihrer grünen Minister aufzeigt – wirtschaftspolitisch ist es jedoch nicht von Interesse, großes Aufsehen zu erregen. Aus dem Kanzleramt heraus ist die Bundesregierung gewohnt, Stillschweigen über Vorgänge zu bewahren, bei denen Milliarden auf der einen und ethische Ansprüche auf der anderen Seite Friktionen erzeugen könnten. Oder man ist einfach vergesslich – um der guten Beziehungen willen.
 
Der ehemalige SPD-Vorsitzende und Außenminister Sigmar Gabriel, der für ein positives Bild Katars in Deutschland mit haarsträubenden Äußerungen wirbt, ist Teil des Netzwerks, das der reiche Emir ausbauen will. Trotz der umstrittenen Rolle Katars in der internationalen Gemeinschaft bleibt das Land ein wichtiger Geschäftspartner für Deutschland. Das hat Kanzler Olaf Scholz dem Emir von Katar am 12. Oktober 2023, fünf Tage nach dem Überfall der Hamas-Terroristen auf Israel, sicherlich herzlich bekräftigt.

Ihre Redaktion Achgut.com
 

„Umfrage-Schock in Sachsen“, titelten einige Medien am Neujahrstag. Die AfD würde aller Brandmauern, Ab- und Ausgrenzungen sowie der amtlichen Klassifizierung als „gesichert rechtsextrem“ zum Trotz derzeit mit inzwischen 37 Prozent zur stärksten Partei im Freistaat. Die SPD landet nur noch bei drei und die FDP bei einem Prozent. Das ist wieder ein Weckruf der Wähler, die sich eine andere Politik wünschen. Wird er erneut überhört, so dass er dann noch lauter und schriller ertönt? In welcher politischen Landschaft landen wir dann?
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Volkswagen lässt nagelneue E-Autos vernichten, die ein Händler aus chinesischer VW-Produktion kaufte und in Deutschland anbot. Eine Jahresendposse aus dem elektromobilen Regenwald
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Wirkliche Abhilfe schaffte nur der Tod der Alten und die folgende Belegung großer Wohnungen durch vielköpfige Familien, um es brutal zu sagen.
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Dass ein Geheimdienst „innerdienstliche Angelegenheiten offenlegen würde“, hatte ich selbstverständlich nicht erwartet. Aber wenigstens ein paar konkrete Belege für den rechtsextremen Charakter des ganzen AfD-Landesverbandes müssten sich in dem 134-Seiten-Gutachten doch wohl finden lassen, ohne Geheimnisse zu verraten. Oder stammen alle Beweise ausschließlich aus konspirativen Quellen?
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„Jetzt erinnere ich mich wieder…“ (Olaf Scholz, SPD-Kanzler)

„Das zieh‘ ich jetzt durch.“ (Friedrich Merz, CDU-Vorsitzender)

„Ich lese mich gerade in die Grundlagen der Wirtschaft ein.“ (Robert Habeck, Grüner Minister
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Dies ist die autobiografische Aufarbeitung von Erlebnissen des Journalisten Boris Reitschuster, der nichts anderes tat als kritisch zu berichten, um nicht – wie andere – wegzuschauen und deshalb geächtet wurde. Ein Sittenbild Deutschlands, wo Zermürbung, Zersetzung und Vertreibung wieder zu anerkannten Mitteln im Kampf um die Meinungshoheit geworden sind.

Der Autor
Boris Reitschuster ist ein deutscher Journalist, Blogger und Sachbuchautor. Er ist Russland-Experte und war von 1999 bis zum August 2015 Leiter des Moskauer Büros von Focus. Er ist Autor mehrerer Bestseller über das Herrschaftssystem Wladimir Putins in Russland. Seit seiner Rückkehr aus Moskau hat er sich auch bei Deutschland-Themen einen Namen als kritischer Journalist und bohrender Nachfrager gemacht. Seine Internetseite „reitschuster.de“ wird von Millionen Menschen aufgerufen. Seit zwei Jahren lebt Reitschuster mit seiner Familie im Exil in Montenegro.


Kurzübersicht
ISBN 978-3-9822771-8-9
Sachbuch
Printausgabe Softcover, mit Klappen
Erscheinungsdatum: 1. Aufl. / 8.10.2023
216 Seiten
Format: 14,5 x 21 cm / Gewicht: 220 g

Printausgabe
ISBN 978-3-9822771-8-9
Achgut Edition
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2. Bild: Montage Achgut.com/Vanellus CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons
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